Geschichte

23. Juni 1978
Gründung des Vereins für Sozialpsychiatrie:
Eine Brücke zwischen Klinik und zu Hause

Einige Frauen und Männer aus dem sozialen Bereich träumen von einem Haus für psychisch beeinträchtigte Menschen. In einer geeigneten Umgebung sollen sie ohne Spitalbetreuung aber in geschütztem Rahmen leben und selbständig werden können. Der Verein soll diese Idee der Öffnung der Psychiatrie verwirklichen helfen.

1980
Eröffnung des Übergangwohnheims Weidweg:
Visionen werden Wirklichkeit

Beim damaligen Regierungsrat Paul Manz fällt die Idee eines Wohnheims auf fruchtbaren Boden. Mit Hilfe des Kantons und des Bundesamtes für Sozialversicherungen kauft der Verein das Haus Weidweg 2 in Liestal und renoviert es mit bescheidenem Aufwand. 14 Bewohnerinnen und Bewohner können im Januar 1980 einziehen.

1985 - 2003
Der VSP baut sein Angebot aus:
Weitere Institutionen kommen dazu

  • 1985 nimmt die therapeutische Wohn-
    gemeinschaft TWG Arlesheim
    ihren Betrieb auf.
  • 1986 wird die Wohngruppe Rheinstrasse in Frenkendorf eröffnet. Heute ist sie an der Oristalstrasse in Liestal zu Hause.
  • 1991 entsteht das Wohnheim Brunnrain in Muttenz. Es dient Langzeitpatienten der Psychiatrischen Klinik als neues Zuhause.
  • Seit 1991 bietet der Werkplatz, der sich heute in Liestal befindet, 20 geschützte Arbeitsplätze an.
  • Ebenfalls 1991 wird die WOPLA geschaffen, ein Angebot für Jugendliche und Erwachsene, die in einer momentanen Krise einen betreuten Platz benötigen. Die WOPLA macht sich im Jahr 2003 selbständig. Mehr zur heutigen WOPLA finden Sie unter www.wopla.ch.
  • 1993 eröffnet Sophie Blocher das “Haus zur Eiche” für Obdachlose in Birsfelden. Dort werden rund 20 Menschen ohne feste Bleibe für längere oder kürzere Zeit aufgenommen. Der VSP BL übernimmt 1992 die Trägerschaft.
  • 2000 wurde Casamia in Betrieb genommen. Es bietet Begleitung für psychisch Beeinträchtigte in ihren eigenen Wohnungen an. Zwei Jahre später wird das Angebot in die PSAG (Psychosoziale Arbeits-
    gemeinschaft) integriert; eine Trägerschaft aus dem Kanton Basel-Stadt. Mehr dazu unter www.psag.ch.
  • Im Jahr 2002 entsteht das Wohnheim Bruggstrasse in Reinach für Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung und hohem Begleitbedarf.
  • 2003 wird das Sophie Blocher Haus I und II in Frenkendorf eröffnet. Es löst das bisherige Angebot in Birsfelden ab und bietet zusätzlich 12 neue Plätze an. Das niederschwellige Angebot soll vor allem Menschen ein Zuhause bieten, die sonst nirgends aufgenommen werden. Mehr dazu unter www.sophieblocherhaus.ch.

2001 - 2004
Der VSP organisiert sich neu:
Das Wachstum verlangt professionelle Strukturen

Eine Geschäftsstelle löst die Betriebskommissionen ab, neue Strukturen der Zusammenarbeit werden geschaffen. Der Verein definiert seine Ziele und Aufgaben und unter anderem werden mit dem Kanton “Vereinbarungen über Leistungen und Tarife” für die einzelnen Institutionen abgeschlossen.

2004 - 2007
Der VSP im Dienst der Kundinnen und Kunden:
Den Bedürfnissen mit differenzierten Angeboten begegnen

  • Im Jahr 2004 werden die ersten Wohnexternate eröffnet. Ehemalige Bewohnerinnen und Bewohner des Sophie Blocher Hauses machen einen Schritt in die Selbständigkeit und werden in ihrer eigenen Wohnung weiter begleitet.
  • Ein Jahr später wird die Kunstwerkstatt des Sophie Blocher Hauses eröffnet.
  • Die Wohngruppe Bruggstrasse eröffnet im Jahr 2005 die Aussenwohngruppe an der Bruderholzstrasse.
  • Im gleichen Jahr wird die Wohngruppe Vulpùn gestartet, die Menschen mit einer psychischen und geistigen Beeinträchtigung und sehr hohem psychiatrischen und agogischen Begleitbedarf aufnimmt.
  • Im Jahr 2006 wird das Wohnheim Brunnrain in die Institution Bruggstrasse integriert.
  • Im 2007 eröffnet das ÜWH Weidweg zwei Wohngemeinschaften für je zwei seiner ehemaligen Bewohner/-innen.

ab 2008
Der VSP BL organisiert seine Angebote in einem trägerinternen Verbund

  • Im Juli 2008 wird das Wohnhaus Schönenbach in Reinach eröffnet. Es bietet Platz für 12 älter werdende Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung. Das Wohnhaus Schönenbach ist die Nachfolgelösung für das im Juli 2008 geschlossene Wohnheim Brunnrain.
  • Mit der Genehmigung des “Rahmenkonzeptes VSP BL” im September 2008, wurde der Grundstein für die Einführung des trägerinternen Verbundes gelegt: die Leistungen des VSP BL sind neu im VSP-Wohnverbund oberes Baselbiet und im VSP-Wohnverbund unteres Baselbiet organisiert. Die begleiteten Arbeitsplätze im Werkplatz bilden eine separate organisatorische Einheit.
  • Im Januar 2009 wird das Tageszentrum Werkhalle in Münchenstein eröffnet. Die Werkhalle bietet Tagesstruktur und Beschäftigung für die zur Zeit 39 Wohnplätze mit Tagesstruktur des VSP-Wohnverbundes unteres Baselbiet sowie erstmals auch 10 Plätze für externe Nutzer/-innen.
  • Ab Januar 2009 wird das Angebot der Wohnexternate im oberen und unteren Baselbiet nochmals stark ausgebaut.
  • Ab Juli 2010 übernimmt der VSP BL die Trägerschaft für das Wohnhaus Nenzlingen, welches Platz für insgesamt 12 erwachsene Menschen bietet.
  • Nach mehr als 26 Jahren übergibt der VSP BL Ende 2011 die Trägerschaft der Therapeutischen Wohngemeinschaft Arlesheim an den Verein Mobile Basel.