«Die Spinnerei» – schon lange ein geschichtsträchtiger Ort

Das geschichtsträchtige Gebäude der ehemaligen Florettspinnerei Ringwald AG wurde seit der Schliessung der Produktionsstätte Mitte der 50er Jahre unterschiedlich genutzt. Zuletzt diente die Halle als Lager und Werkstatt. Früher ratterte dort ein Kupferhammer, angetrieben durch ein Wasserrad. Die Strasse heisst aus diesem Grund bis heute Hammerstrasse. Ein von der Ergolz gespiesener Kanal verlief durch das Gelände und versorgte die fabrikeigenen Turbinen, die wiederum Strom produzierten.

Die Florettspinnerei Ringwald war nebst der SIS in Arlesheim die erste und grösste Fabrik im Baselbiet und sogar eine der grössten Spinnereien in der Schweiz. Fabriziert wurde ganz am Anfang Baumwolle, später dann Florettseide, auch als Schappe bekannt, eine Art minderwertige Seide. Danach stieg die Fabrik in das Geschäft mit Kunstfasern ein, jedoch ohne durchschlagenden Erfolg. 1957 schloss der Betrieb, der letzte Hochkamin wurde 1982 gesprengt. Nur wenig blieb übrig; unter anderem jener typische Shedbau mit charakteristischem Zackendach, in dem der VSP nun die Fäden wieder aufnimmt.

Mit dem zweckmässigen und bedarfsgerechten Ausbau gestalten wir Raum, welcher Arbeit und Begegnung ermöglicht und den Boden ebnet; in physischer Hinsicht, als auch die Hindernisse in den Köpfen betreffend. Die einstige Industriehalle soll zum pulsierenden Ort des Miteinanders werden.

Die Geschichte der Florettspinnerei Ringwald AG und andere Geschichten aus dem alten Niederschönthal

Stefan Burkhart, welcher in Frenkendorf aufwuchs, veröffentlichte im Juni 2018 das Buch

„Die Geschichte der Florettspinnerei Ringwald AG und andere Geschichten aus dem alten Niederschönthal“.

Auf seiner Webseite veröffentlicht Stefan Burkhart laufend Neuigkeiten zum Leben in der Spinnerei, Link.